Im Jahr 2028 feiert unser Nachbarort Battenfeld sein 1.250-jähriges…

… nunja, wie sich dieser Satz am besten vervollständigen lässt, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Fest steht, dass im Jahr 778 ein Trupp versprengter Sachsen, die plündernd vom Rhein kommend zurück in ihre Heimat nördlich von Paderborn wollten, von fränkischen Soldaten in der Nähe des benachbarten Ortes Laisa aufgerieben wurden. Über dieses Scharmützel gibt es einige zeitgenössische Quellen, in denen zwar der Ort Laisa, jedoch Battenfeld nicht explizit erwähnt wird. Erst ca. 110 Jahre später (um das Jahr 890 herum) erzählt der Dichter Poeta Saxo in einem Ruhmgedicht über das Leben Karls des Großen von den Ereignissen und nennt dabei den Ort „Baddanfeldun“.
In der Zeit zwischen dem Gefecht (778) und den Beschreibungen von Poeta Saxo (890) lässt sich im Jahr 879 die früheste urkundliche Erwähnung Battenfelds finden. Es ist die Erwähnung einer Kirche in Battenfeld, deren Patronatsrecht (= Recht zur Präsentation des dort wirkenden Pfarrers) von den frühen Konradinern an das St.-Severus-Stift in Gemünden im Westerwald übertragen wurde.
Welches Jubiläum feiert unser Nachbarort Battenfeld dann im Jahr 2028? Es die 1250-jährige Wiederkehr eines Ereignisses, in dessen Zusammenhang ein gutes Jahrhundert später der Ortsname „Battenfeld“ zum zweiten Mal schriftlich erwähnt wird.

Da so hochjährige Jubliäen gar nicht so häufig sind, befasst sich eine Arbeitsgruppe um den Battenfelder Heimat- und Verschönerungsverein mit einer Publikation und einem geschichtlichen Webauftritt im Jubiläumsjahr. An diesen Aktivitäten ist der Verein Historisches und kulturelles Bromskirchen in freundschaftlicher Verbundenheit mit seinem Nachbarort und dem Nachbarverein aktiv beteiligt.
